Hypnoseinformation

Was ist Hypnose
Erinnern Sie sich an eine Tätigkeit, die Sie mit größter Konzentration durchgeführt haben, bei der Sie Zeit und Umgebung, einfach alles vergaßen? Das kann Ihnen im Beruf passiert sein, bei einer langen Autofahrt, beim Joggen, in einem Konzert oder bei einer spannenden Lektüre. Anschließend waren Sie überrascht, wie schnell die Zeit vergangen war, denn Sie hatten etwas „ wie in Trance“  erlebt!
Sicher erinnern Sie sich auch an Momente, in denen jemand mit einem „starren Blick“ durch Sie hindurch schaute: Dieser „Tunnelblick“ signalisiert nicht nur einen tranceähnlichen Zustand, er ist auch für den Menschen eine biologisch notwendige Ruhephase.
Das Kennzeichen einer Hypnose ist die Trance, also ein veränderter Bewusstseinszustand und durchaus das, was man ein „Alltagsphänomen“ nennt. Es ermöglicht Wahrnehmungen, die sich grundsätzlich von denen in einer bewussten, normalen  erlebten Verfassung unterscheiden.

Hypnose

Reaktionen
Die Tiefe und Dauer einer Trance kann vom Hypnotiseur bestimmt werden. Für die Entwicklung und Vertiefung gibt es beim Patienten charakteristische Anzeichen: Der Puls verlangsamt sich, die Atemfrequenz wird ruhiger, der Blutdruck ist gesenkt, die Bewegungen werden sparsamer, die Stimmqualität verändert sich und die Muskeln sind entspannt. Der gesamte Körper befindet sich im Wohlbefinden.
So werden Ängste und Verkrampfungen vermieden. Der Zugang zum Behandlungsgebiet wird erleichtert und Ihr Zahnarzt kann präzise, zügig und konzentriert arbeiten.

 

Aufgaben und Möglichkeiten
Der Trance-Zustand bzw. die Hypnose wird sowohl in der Allgemeinmedizin als auch gezielt in der Chirurgie sowie bei zahnmedizinischen Behandlungen angewandt.
Durch Hypno-Verfahren können besonders ängstliche oder angespannte Patienten behandelt werden, die vor oder während einer zahnärztlichen Behandlung überdurchschnittlich sensibel reagieren.
Hypnose-Verfahren haben sich bei Patienten bewährt, die normale Betäubungsmittel nicht vertragen.

Die Hypno-Therapie eignet sich für Patienten mit Würgereiz und als begleitende Maßnahme bei Verspannungen der Kaumuskulatur.
Die meisten Menschen sind hypnotisierbar. Besonders hilfreich sind dabei Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit und eine bildhafte Fantasie.
Ausnahmen sind in jedem Fall aber psychisch Kranke sowie Alkohol- und Drogenabhängige.

Noch immer löst das Wort Hypnose viele Vorurteile und manchmal sogar wilde Fantasien aus. In manchen Köpfen geistert das Bild eines Hypnotiseurs herum, dem die Menschen völlig ausgeliefert und dessen Willen sie unterworfen sind.
Richtig ist, dass man in Hypnose mit seinen innerlichen, persönlichen Interessen beschäftigt ist, und man wird nur Dinge äußern, die man auch wirklich preisgeben möchte.

Die Aufgabe der zahnärztlichen Hypno-Therapie ist die Nutzung der natürlichen Fähigkeit eines Menschen in einen Trancezustand  zu gehen.
In diesem Zustand schaltet der „rationelle“ Teil des Gehirns ab, der Patient „denkt“ in Bildern. Er ist zwar ansprechbar, aber er erlebt die notwendigen zahnärztlichen Maßnahmen nicht nur angenehm entspannt, sonder fast immer schmerzfrei.

 

Gesetzliche Bestimmungen
Der Bundesausschuss für Zahnärzte und Krankenkassen legt in seinen Richtlinien gemäß § 92 Sozialgesetzbuch V den Inhalt der vertragszahnärztlichen Versorgung fest.
Diese Richtlinien binden Zahnärzte und Krankenkassen und regeln Leistungsansprüche der in den gesetzlichen Krankenkassen Versicherten.

Die Hypno-Therapie ist nicht Bestandteil der vertragszahnärztlichen Versorgung. Sie gehört zu den Wahlleistungen und unterliegt somit der freien Vereinbarung zwischen Zahnarzt und Patient.

Entscheidet sich der Patient für die Wahlleistung Hypno-Therapie, so muß ein Behandlungsvertrag nach der amtlichen Gebührenordnung für Zahnärzte geschlossen werden.
Patienten der privaten Krankenversicherungen müssen sich bei Ihrer privaten Krankenkasse erkundigen, inwieweit die Kosten für die Hypno-Therapie übernommen werden.

Die Hypno-Therapie ist kein Allheilmittel, sondern eine der vielen Behandlungsalternativen in der modernen Zahnheilkunde.
Voraussetzung für die Inanspruchnahme einer solchen Behandlung ist eine vertrauensvolle, intakte Beziehung zwischen Ihnen, unserem Praxisteam und mir.

Bitte sprechen Sie mit mir, ich berate Sie gerne.

Dr. med. dent. Ulrike Juhnke